Ein Krimi aus Island, eigentlich eher ein Zufallskauf, weil für den Flug noch Lesestoff benötigt wurde. Anscheinend ist Yrsa Sigurðardóttir zudem eine internationale Bestseller-Autorin, wieso also nicht?
Leider habe ich mich durch diesen Roman sehr quälen müssen. Rückblickend muss ich der Autorin zugestehen, dass die Story an sich schon interessant erdacht war. Zu keinem Zeitpunkt war mir klar, worauf die Handlung hinaus läuft, wer nun Täter war, was das eigentliche Ziel des oder der Täter sein mochte. Was aber auch genau den Stil schon beschreibt; es handelt sich für mich eher um eine Erzählung als einen Kriminalroman. Eine versuchte Mischung aus Thriller, mit Ægir als Handlungsträger, und Detektivroman, mit Dóra als ermittelnde Anwältin. Erzählt wird in zwei Strängen, die sich nur inhaltlich durch die Verschränkung verknüpfen und so künstlich Spannung aufbauen.
Das Rätsel um Täter und Motivation besteht zu großen Teilen aus schriftstellerischer Irreführung des Lesers und abstrusen Zufällen. Auch die Handlungen der Protagonisten sind oftmals nicht wirklich nachvollziehbar. Wenn zum Beispiel gebrochene Siegel mit einem Schulterzucken abgetan werden. Und natürlich ist es schockierend, eine Leiche zu finden. Dann aber nicht nachzusehen, ob die tote Person jemandem aus der Gruppe bekannt ist (oder eben nicht), liest sich für mich unglaubwürdig. Genau so wenig erschließt sich für mich zunächst, wieso man eine anscheinend unfähige Sekretärin beschäftigt. Es sei denn, man (bzw. die allwissende Autorin) bemüht sich ihrer als wichtige Informationsgeberin zur Aufklärung (was den Arbeitgebern aber wohl kaum bekannt sein kann).
Für mich hätte der Roman locker um die Hälfte gekürzt werden können. Vielleicht bin ich aber auch ein Ambiente-Banause, zumindest die erste Hälfte des Buches mutete teilweise wie eine Familiengeschichte an und hat eher nichts zur Story beigetragen, machte sie eher ein wenig langatmig und ermüdend. Am Ende sieht man einen Handlungshintergrund, der die Ziele der Romanfiguren plausibel erscheinen lässt, jedoch längst nicht deren Agieren.
Ideenreiche Science-Fiction kommt in den letzten Jahren eher selten, und wenn, dann vielleicht als (relativ) kurzer Kinofilm. Leider dort dann eher als Action-Movie.
I finally caught up with this show. There seem many comparisons between Elementary (CBS US) and Sherlock (BBC UK) out in the field, which I find pointless. Sherlock is a modernized version of Sir Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes. I love that show. It is very, very close to the original stories. Elementary on the other hand has nothing really to do with Doyle’s Holmes. It does borrow some features of it, like the character’s names and the methodology on “deduction”. But the characters and stories are completely US TV crime. One could rather compare it to series like CSI and Mr. Monk, as in fact, Elementary seems a more serious version of Mr. Monk.
I am quite a fan of crime and drama, as can be seen of what I read. Of course, there are quite some TV shows that thrill me. One of these shows is Dexter. The unique storyline is that the main protagonist, Dexter Morgan, is a serial killer. Conveniently working as blood analyst for the (fictional) Miami Metro Police, he has access to crime records etc. to support his “real life”.
Und noch ein deutscher Kriminalroman, der mir ein wenig Zeit im Urlaub vertrieb: Inge Löhnigs In Weißer Stille. Von der eigentlichen Geschichte her fand ich den Roman recht passabel, der Schreibstil ist professionell, vielleicht zum Teil ein wenig ausschweifend. Genrezuordnung und Klappentext deuten auf einen spannenden Krimi hin (klar, hier würde niemand etwas von einer langweiligen Balade schreiben). Leider entspricht der Inhalt nur wage dem Klappentext, laut dem Kommissar Dühnfort in einem düsteren Mordfall ermittelt.
Dank eBook hatte ich die Gelegenheit, günstig einige ältere (deutsche) Romane zu ergattern. Der Letzte seiner Art von Andreas Eschbach war eines davon. Quasi ein Klassiker, den ich immer schon lesen wollte. Eschbach hat ja immer wieder gute Romanideen im Köcher, und auch dieser war gespickt mit witzigem Setting und einer ungewöhnlichen Handlung.
Bei Knochenfinder handelt es sich um den Debutroman von Melanie Lahmer. Und selten hat mich ein Kriminalroman derart überzeugt. Die Namensähnlichkeit zum Der Knochenjäger von Jeffery Deaver oder zum Der Knochensammler von Matt Hilton ist vielleicht dem Marketing geschuldet, denn hier geht es nicht um einen Serienkiller. Irgendwie erscheint mir Knochenfinder auch nicht wirklich zum Roman zu passen, denn gefunden werden hier zunächst mal amputierte Finger (und nicht bloße Knochen).
What a finale! If I ever was enthusiastic about Robert Wilson’s Javier Falcón series, the final book tops it. With The Ignorance of Blood Robert gives a conclusion, not only on a thrilling final case, but spanning over the whole arc on the Inspector Jefe from Seville. What began as an intertwined story on discovering himself, very personal and close, the fourth and final book on Falcón in the end returned to be just very that: personal attached to Javier and his life.
Deutsche Autoren stehen immer wieder gerne auf meiner Leseliste, es gibt sicher viele sehr talentierte Schreiber auch in unseren Landen. Martin Bähr kannte ich vorher noch nicht, seinen Roman Moser und der Tote vom Tunnel fand ich beim Stöbern in E-Books. Der Gmeiner Verlag war mir ebenfalls unbekannt, scheint aber ein progressives Label mit allerlei Kriminalerfahrung zu sein.